Denkmalpflege
Wer durch Celle, Lüneburg oder Nürnbergs Altstadt geht, läuft zwischen Häusern, die seit 500 Jahren stehen. Fachwerk, Lehmgefache, Holzbalkendecken – Konstruktionen, die aus natürlichen Materialien errichtet wurden und ohne jeden industriellen Baustoff Generationen überdauert haben. Das ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis einer Bauweise, die atmet, reguliert und sich mit dem Gebäude verändert – statt gegen es zu arbeiten. Genau hier liegt der Kern guter Denkmalpflege: das Gebäude in seiner ursprünglichen Logik verstehen, auf seine Bedürfnisse eingehen – und ihm damit eine neue Zukunft geben.
Dass wir als Betrieb sowohl Zimmerei als auch Lehmbau anbieten, ist in der Denkmalpflege keine Besonderheit, sondern eine Notwendigkeit – Holz und Lehm gehören im historischen Fachwerkbau untrennbar zusammen. Gerade wenn der Zimmerer gerufen wird, sind wir oft ganz nah an der eigentlichen Substanz eines Hauses. Es geht dann um den Erhalt des Tragwerks, und das braucht Zeit. Wer sich für ein geschütztes Haus entscheidet und es saniert, bewahrt damit ein Stück Geschichte und Kultur – und wir freuen uns, Sie und Ihr Haus auf diesem Weg begleiten zu dürfen.
Zimmerei
Im Bestand geht es selten um neues Fachwerk. Denkmalpflege bedeutet Erhalt: einzelne Hölzer austauschen, Balkenköpfe erneuern, geschwächte Verbindungen sichern – handwerklich, mit den Materialien und Methoden von früher, und gleichzeitig modern in der Ausführung. Die Arbeit verlangt Erfahrung im Lesen von Holz – was ist tragfähig, was ist zu retten, was muss ersetzt werden und womit.
Lehmbau
Die Gefache historischer Fachwerkwände bestehen aus Lehmstaken – dünnen Hölzern, die mit Stroh-Lehm umwickelt wurden. Dieses Prinzip hat Jahrhunderte gehalten – und es hält heute noch. Beschädigte Gefache lassen sich mit den gleichen Materialien wieder aufbauen, ohne dass die Wandphysik verändert wird. Lehm reguliert Feuchte, speichert Wärme und bleibt diffusionsoffen.









